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Mittwoch, 26. Juli 2006
Das Reich der Mitte Teil 1: Alleine-Reisen und der Flow
frankybody, 19:10h
Bin nun gerade vier Tage unterwegs, es fuehlt sich aber nach weit mehr an.
Nun ja, selbst fuer chinesische Verhaeltnisse und Dimensionen bin ich in diesen paar Tagen schon weit herumgespuelt worden ... von Bejing per Inlandsflug nach Guilin in der Provinz Guangxi ganz im Sueden und dann per Seeweg auf dem Lijiang Fluss nach Yangshou.
Meine Bedenken und Zweifel - wohl typisch fuer Alleine-Reisen, deren Ziel und Route eher spontan und zufaellig entstanden sind - was ich hier (in China) tue und ob das mit der Reise jetzt ueberhaupt eine gute Entscheidung ist, sind zugunsten einer erwachten Abenteuerlust vollstaendig gewichen.
Nicht einmal eine Woche ist es her, da sassen meine Freundin Martina und ich in einem Musical in der Schule ihrer Nichte in Baden-Baden.
Ein Kaufmann isoliert sich zuhause in seiner Luxuswohnung mit allen moeglichen Dingen, die Freude machen sollen. Irgendwann stellt er fest, dass er keine Freude mehr empfinden kann und die Lust am Leben verloren hat. Eine alte Frau ueberredet ihn, sein Haus zu verlassen. Sie fuehrt ihn in einen fremden Wald, in dem er alleine seinen Aengsten, Zweifeln und Gefuehlen ausgesetzt ist. Das ist die Initialzuendung fuer seinen "Turnaround", die Frau ist nun nicht mehr alt und er findet die Freude am Leben und an den einfachen Dingen wieder.
Die "alte Frau" ist gleichsam das Leben selbst, das er (wieder) in einem neuen Gewand lieben lernt.
Manche nennen das den "Flow" am Alleine-Reisen, wenn das passiert.
Mein Leben offenbart sich neu in gruenen Parks vor traumhaften Kulissen chinesischer Karsthuegel, in spannenden Begegnungen mit fremden Menschen, in der wegweisenden Auseinandersetzung mit buddhistischer, daoistischer und konfuzianisch gepraegter Kultur und Denkweise, in der Beobachtung faszinierend eigenartiger Insekten ...
aber auch in der staendigen Gegenwart grosser Armut und abstossendem Leid geschundener Tiere und Menschen, in katastrophaler Umweltverschmutzung und -zerstoerung und auch in der ernuechternden Allgegenwart materiellen Denkens und Handelns.
Nun ja, selbst fuer chinesische Verhaeltnisse und Dimensionen bin ich in diesen paar Tagen schon weit herumgespuelt worden ... von Bejing per Inlandsflug nach Guilin in der Provinz Guangxi ganz im Sueden und dann per Seeweg auf dem Lijiang Fluss nach Yangshou.
Meine Bedenken und Zweifel - wohl typisch fuer Alleine-Reisen, deren Ziel und Route eher spontan und zufaellig entstanden sind - was ich hier (in China) tue und ob das mit der Reise jetzt ueberhaupt eine gute Entscheidung ist, sind zugunsten einer erwachten Abenteuerlust vollstaendig gewichen.
Nicht einmal eine Woche ist es her, da sassen meine Freundin Martina und ich in einem Musical in der Schule ihrer Nichte in Baden-Baden.
Ein Kaufmann isoliert sich zuhause in seiner Luxuswohnung mit allen moeglichen Dingen, die Freude machen sollen. Irgendwann stellt er fest, dass er keine Freude mehr empfinden kann und die Lust am Leben verloren hat. Eine alte Frau ueberredet ihn, sein Haus zu verlassen. Sie fuehrt ihn in einen fremden Wald, in dem er alleine seinen Aengsten, Zweifeln und Gefuehlen ausgesetzt ist. Das ist die Initialzuendung fuer seinen "Turnaround", die Frau ist nun nicht mehr alt und er findet die Freude am Leben und an den einfachen Dingen wieder.
Die "alte Frau" ist gleichsam das Leben selbst, das er (wieder) in einem neuen Gewand lieben lernt.
Manche nennen das den "Flow" am Alleine-Reisen, wenn das passiert.
Mein Leben offenbart sich neu in gruenen Parks vor traumhaften Kulissen chinesischer Karsthuegel, in spannenden Begegnungen mit fremden Menschen, in der wegweisenden Auseinandersetzung mit buddhistischer, daoistischer und konfuzianisch gepraegter Kultur und Denkweise, in der Beobachtung faszinierend eigenartiger Insekten ...
aber auch in der staendigen Gegenwart grosser Armut und abstossendem Leid geschundener Tiere und Menschen, in katastrophaler Umweltverschmutzung und -zerstoerung und auch in der ernuechternden Allgegenwart materiellen Denkens und Handelns.
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